Die Herren gut eingerahmt

Motette in St. Marien am 05.11.2016

Motette mit Mendelssohn und Silbermond!

 

Nach gut einer Stunde setzte der traditionelle Gospel „To be free“ einen nachdrücklichen Punkt hinter ein berührendes Konzert.

Der Gem. Chor Minden-Hahlen und sein Projektchor präsentierten in der Kirche St. Marien in Minden, begleitet von Pfarrer Dr. Manuel Schilling, eine besondere Form der Motette.

Unter der Leitung von Benjamin Sazewa führten die rund 65 Mitwirkenden, ihr zahlreich erschienenes Publikum, mit viel überspringender Energie, positiver Stimmgewalt und der zugleich gebotenen Sensibilität durch die unterschiedlichsten Stücke.

Das Menschsein, mit all seinen kleinen und großen Problemen, stand im Mittelpunkt dieser Motette, die mit dem Morgengebet von Mendelssohn-Bartholdy, im Foyer gesungen, eindrucksvoll eröffnet wurde. Mit einem Zwischenspiel verbunden, in dem der Chor Zeit fand sich auf der Bühne zu sammeln, folgte „One of Us“, ein Song in der Version von Joan Osborne. Ein starker Kontrast, eindrucksvoll und souverän präsentiert.

„Irgendwas bleibt“, von Silbermond, begann mit einem wunderbar gefühlvoll und sicher dargebotenen Soloauftakt von Melanie Graue.  Der Chor verstand es hervorragend dieses Bitten um Sicherheit und Halt im Leben, zum Ausdruck zu bringen. Gut eingebettet in die Choreographie von aktuellen Popsongs, erklangen aus dem angestammten Repertoire, zusammen mit ehemaligen Chormitglieder „Herr deine Güte“ und „Himmlischer Vater“, anmoderiert von Mareike Fricke.

Stimmungsvoll bereicherte Inge Meyer die Motette mit einer philosophischen Betrachtung über die verschiedenen Arten der Liebe, von Courtney A. Walsh. Eine gut gewählte Vorbereitung für den Höhepunkt des Konzertes. Das Stück „Fix you“, von der britischen Band Coldplay, in der Bearbeitung von Jonathan Wikeley, wirkte wie gemacht für den Chor, der den Klangraum in St. Marien, wohldosiert,  bestens zur Geltung kommen ließ.

„Keine Macht den Pessimisten“, ein Appell von Gregor Meyle, und „So soll es bleiben“ ein Song von Ich und Ich, bearbeitet von Oliver Gies, waren mit ihren anspruchsvollen, rhythmischen Besonderheiten ein weiteres eindrucksvolles Hörerlebnis.

Die abschließende Moderation von Thomas Hartmann traf die Stimmung im Publikum sehr genau, das sich mit begeistertem, stehendem Applaus für das gelungene Konzert bedankte.